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1. Du hast Batallionen Schwadronen
C G a
Batterien Maschinengewehr
d C d
du hast auch die größten Kanonen
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Mein Michel, was willst du noch mehr
a G a
Mein Michel, was willst du noch mehr
2. Du hast zwei dutzend Monarchen,
Lakaien und Pfaffen, ein Heer
da kannst du beseligt schnarchen
mein Michel was willst du noch mehr...
3. Du hast ungezählt Paragraphen
deine Gefängnisse werden nicht leer
da kannst du in Schutzhaft drin schlafen
Mein Michel was willst du noch mehr...
4. Du zahlst die beträchtlichsten Steuern
deine Junker plagen sich sehr
um dir das Brot zu verteuern
Mein Michel was willst du noch mehr...
5. Du hast Kohlrüben und Eicheln
und trägst du nach anderm Begehr,
so kannst du den Bauch dich streicheln
Mein Michel was willst du noch mehr...
6. Du darfst exerzieren, marschieren
am Kasernenhof, kreuz und die quer,
und dann für den Kaiser krepieren
Mein Michel was willst du noch mehr...
MEIN MICHEL, WAS WILLST DU NOCH MEHR Domingo, Feb 25 2007
AMBIENTE and EN ALEMÁN and INTERNACIONALES 2:18 pm
BANNER Domingo, Oct 8 2006
EN ALEMÁN and INTERNACIONALES 11:01 am
Banner, Zelte, “Wer da?” Rufe,
Stille um das Lager her, Feuer scheinen in der Nacht.
Im Mantel schläft die Wache ein,
Ein Leutnant schritt vorbei, das Würfelspiel ist falsch.
Aus einem Schatten tritt herbei,
Ein Spielmann in den Kreis, der Posten läßt vorbei und flüstert leis:
“Vagabund so hör mich an: Die Nacht ist kurz und irgendwann Der Ruf des Kornett laut ertönt, drum spiele mir das altgesung’ne Lied.”
Und der Spielmann singt ein Lied:
“Fünf Schwäne durch die Ödmark ziehn ein König mit vier Recken hin
im Morgenrot ihr Banner fliegt und weiter geht es für das gute Ziel.”
Im Feindeslager hört man’s auch
durch Stille säuselt Melodie und Herzen brechen wie noch nie.
Die Klampfe in der Hand ein Spiel-
mann singt allein und alles lauscht in dieser Nacht.
Doch plötzlich hinter sich hört er
wie vereint im Chor und alle stimmen ein in diese Melodie:
Fünf Schwäne durch die Ödmark ziehn…
Und als der Morgen hell erstrahlt, die Schlacht beginnt die Trommel warnt
Und vorne steht ein Grenadier, er denkt zurück und legt nieder das Schwert.
Und als drei Jahr’ vergangen war’n
das Feld liegt öd und leer und nichts erinnert mehr
an eine nie gewes’ne Schlacht,
Doch plötzlich hört man dann der Nachtigallen Sang
Als ob eine fremde Melodie
zog über das Feld; von Ferne weht ein Wind und trägt sie fort.
Fünf Schwäne durch die Ödmark ziehn…
DIE WEBER Martes, Sep 12 2006
EN ALEMÁN and INTERNACIONALES 7:03 pm
1. Im düsteren Auge keine Träne,
wir sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne.
Deutschland wir weben dein Leichentuch,
wir weben hinein den dreifachen Fluch.
Wir weben, wir weben.
2. Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebetet,
in Winterskälten und Hungersnöten.
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
man hat uns geäfft gefoppt und genarrt.
Wir weben, wir weben.
3. Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
den unser Elend nicht konnte erweichen.
Den letzten Groschen von uns erpreßt,
der uns wie Hunde erschießen läßt.
Wir weben, wir weben.
4. Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
wo nur gedeihen Schmach und Schande.
Wo jede Blume zu früh geknickt
wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt.
Wir weben, wir weben.
5. Das Schifflein fliegt, der Webstuhl kracht,
wir weben emsig Tag und Nacht.
Altdeutschland wir weben dein Leichentuch,
wir weben hinein den dreifachen Fluch.
Wir weben, wir weben.
LIED DES ZIGEUNERS Martes, Sep 12 2006
EN ALEMÁN and INTERNACIONALES 6:32 pm
Ich kenne Europas Zonen
vom Ural bis westlich Paris.
Die Händel der großen Nationen,
der Klassen und Konfessionen,
sind für mich nur großer Beschiss.
Ich bin ein gemeiner, zerlumpter Zigeuner,
ich habe keine Heimat, kein Geld;
nur mein Pferd und die sonnige Welt.
Ich streifte von Hollands Grachten
bis weit in das russische Reich.
Ich konnte die Menschen betrachten
und lernte sie gründlich verachten,
denn im Grunde sind alle gleich:
Sie schreien »Gemeiner, zerlumpter Zigeuner!«,
sie messen unsern Wert nur nach Geld,
mich, mein Pferd und die sonnige Welt.
Sie fragen nach meinen Papieren,
ich streckte die Zunge heraus.
Sie wollten mich nummerieren,
in Büchern und Listen führen,
doch ich lachte sie einfach aus.
Ich bin ein gemeiner, zerlumpter Zigeuner,
doch Freiheit ist besser als Geld,
für mich, mein Pferd und die Welt!
AUF DEM MEERE Martes, Sep 12 2006
EN ALEMÁN and INTERNACIONALES 6:21 pm
Auf dem Meere tanzt die Welle
nach der Freiheit Windmusik.
Raum zum Tanz hat meine Zelle
siebzehn Meter im Kubik.
Aus den blauen Himmeln zittert
Sehnsucht, die die Herzen stillt.
Meine Luke ist vergittert
und ihr dickes Glas gerillt.
Liebe tupft mit bleichen leisen
Fingern an ein Bett ihr Mal.
Meine Pforte ist aus Eisen,
meine Pritsche hart und schmal.
Tausend Rätsel, tausend Fragen
machen manchen Menschen dumm.
Ich hab eine nur zu tragen:
Warum sitz ich hier? Warum?
Hinterm Auge wohnt die Träne,
und sie weint zu ihrer Zeit.
Eingesperrt sind meine Pläne
namens der Gerechtigkeit.
Wie ein Flaggstock sind Entwürfe,
den ein Wind vom Dache warf.
Denn man meint oft, daß man dürfe,
was man schließlich doch nicht darf.